


n einem kleinen Seitental des Olymp schmiegte sich einst ein musikalisches Kleinod an den Götterberg. Kein Odysseus, kein Herakles kam auf einer Irrfahrt oder Prüfung je durch dieses barocke, klassische, romantische Refugium; noch nicht einmal der alte Homer ließ es von seiner Muse besingen. Ob sich jedoch Xerob von Kopyrien mit seiner Anmerkung „Ιχη ωανδερτε εινστ δυρχη φενεσ ωερβοργενε Ταλ.“ (In: Ωανδερν, Athen u. a. 752 v. Chr., Papyrus 7) hierauf bezog, ist unter Fachleuten stark umstritten.
Warum weiß man so wenig über dieses Tal? – Nun, dort lebte ein kleines Völkchen, Henliden genannt, das unermüdlich, schon fast in sisyphosker Manier, Tag für Tag an seiner Bestimmung arbeitete: dem Urtext. Göttervater Zeus selbst gab ihn in Auftrag und hüllte anschließend den Mantel des Schweigens über das Tal. Weiterlesen
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Vor allem für Pianisten und Streicher steht der Name Henle für verlässliche Urtext-Ausgaben ihres klassischen Repertoires – da der Verlagsgründer Günter Henle selbst Pianist war, lag der Schwerpunkt der frühen Verlagsjahre auch auf der entsprechenden Literatur. Doch inzwischen haben sich ebenfalls die Blasinstrumente einen festen Platz im Katalog gesichert.